Gedanken zum Welttag der Sozialen Arbeit am 17. März 2015

17.03.2015 – Für eine gerechte Gesellschaft. Für eine solidarische Soziale Arbeit.

„Solidarität statt Spaltung“

In einer gerechten Gesellschaft wird Hilfe nicht aus Nächstenliebe angeboten, sondern erfolgt im Rahmen der gesetzlich verankerten sozialstaatlichen Leistungen und aus den Prinzipien der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit heraus. Es ist weniger entwürdigend, wenn Personen ihren Bedarf durch festgeschriebene Normen als Recht einfordern können, als wenn sie Unterstützung als Barmherzigkeit erfahren müssen. Im aktuellen Diskurs werden Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit zudem systematisch als Kriminelle, Faule, Unwürdige stigmatisiert, diskriminiert und ausgegrenzt und nicht zuletzt als Kanonenfutter für billige und falsche Wahlkampagnen missbraucht. Während die Angriffe auf Betroffene von sozialen Problemen steigen, sinkt die Solidarität mit ihnen zunehmend. Eine kritische Soziale Arbeit wirkt der gesellschaftlichen Spaltung aktiv und energisch entgegen und setzt sich mit Nachdruck für eine vielfältig-bunte, solidarische Gesellschaft ein.